
Vorbereitungen und die Gedanken davor
Der Starttermin, den wir uns selbst gesetzt haben, rückt näher und ich verhalte mich so, als liege er noch in weiter Ferne. Im Jahr zuvor habe ich schon sehr lange vorher mit der Planung begonnen, dieses Mal schiebe ich es vor mir her. Nach außen hin täusche ich Gelassenheit vor, weil ich ja schon Erfahrung habe und den vor uns liegenden Abschnitt im Jahr zuvor schon vorbereitet hatte. Wenn ich aber in mich hineinhöre, muss ich mir eingestehen, dass es andere Ursachen hat.
Ich habe Angst vor der eigenen Courage!
So richtig in seiner Gänze bewusst wird mir das allerdings erst während unserer Tour. Vor dem Start in den französischsprachigen Teil unserer Pilgerreise erkenne ich nur Fragmente davon.
Da ist die unterschwellige Angst, mich nicht verständigen zu können, weil ich die Landessprache nicht beherrsche und Englisch nur mangelhaft. Weiterhin sind da noch meine gesundheitlichen Probleme, die mir zu schaffen machen.
Beim Laufen höre ich es knirschen im linken Knie. Lege ich die Hand darauf und bewege es, fühlt es sich an, als würde sich das Gelenk über einen unebenen Untergrund bewegen. Schmerzen habe ich nur bei manchen Bewegungen. Zum Beispiel bei seitlicher Belastung, aber ich neige auch schon dazu Schonhaltungen einzunehmen, die andere Körperpartien beanspruchen. Bei längeren Wanderungen, vor allem steile Abstiege hinab, wird ein stützender Stock zur Pflicht. Zur Vorsicht besorge ich mir auch noch eine Kniebandage. Mal sehen, wie das funktioniert.
Tja, und dann gibt es noch die Probleme mit einem Backenzahn. Die Karies wurde zwar beseitigt, aber er reagiert immer noch auf kaltes Wasser und in seltenen Fällen auch auf Süßes. Eine Woche vor unserem geplanten Start habe ich noch einen Zahnarzttermin, mal sehen, was da rauskommt. Bis dahin ist ja noch Zeit, vielleicht ist er ja nur überempfindlich nach der schmerzhaften Lochbeseitigung.
Es hat fast den Anschein, als würde sich mein Körper gegen die Pilgertour wehren.
Der geplante Start – den ich anscheinend unterbewusst verdränge – wird plötzlich in mein Bewusstsein gerückt. Ein paar Wochen vorher bekommen wir wieder mal eine Mail vom jungen Schweizer, mit dem wir uns, seit wir uns beim Pilgern 2025 kennengelernt haben, immer wieder austauschen.
In der Nachricht erwähnt er, dass unser Starttermin nicht mehr gar so weit weg liegt. Das ist wie ein Weckruf für mich, der dazu führt, dass ich mich intensiv mit den Vorbereitungen beschäftige.
Da wäre die Etappenplanung zu überarbeiten und ganz wichtig … Sabines Schuhproblem angehen. Das hatten wir doch ganz schön schleifen lassen.
Wir kontaktieren den Einzelhändler, zu dem wir die Schuhe schon im Dezember geschickt hatten. Er wollte sich ja um eine Garantieabwicklung kümmern, weil Risse im Leder nach nicht mal einem halben Jahr, schon ein Garantiefall sein sollten.
Die Antwort ist ernüchternd. Der Großhändler, von dem die Schuhe geliefert wurden, ist nicht mehr am Markt und der neue Großhändler des Geschäftes lehnt eine Garantieabwicklung ab. Ob das so stimmt können wir nicht nachprüfen, haben aber mit den Konsequenzen zu kämpfen.
Der Einzelhändler gibt die Schuhe einem Schuster, der die Risse klebt, doch ohne Garantie, dass es hält. Ein sinnloser Versuch, wie sich schon nach einer kurzen Wandertour herausstellt. Das Geklebte reißt wieder auf.
Wir entscheiden uns, ein großes Sportgeschäft aufzusuchen und neue Schuhe für Sabine zu kaufen.
Sie macht es sich nicht leicht. Mehrere probiert sie an. Läuft damit auch auf der dafür vorgesehenen Anlage und nimmt schließlich die, die ihr als gut erscheinen, sogar eine Nummer größer. Bei der ersten Trainingsrunde, bekommt sie dennoch eine Blase am kleinen Zeh.
Was tun? Sabine sucht einen ortsansässigen Schuhmacher auf. Die Auskunft, dass man die Schuhe weiten kann ist ein Lichtblick, aber es bleiben nur mehr wenige Tage.
Da ist ja auch noch mein Zahnarzttermin, fünf Tage vor Reisebeginn.
Offensichtlich ist nichts zu finden, weshalb die Zahnärztin eine Röntgenaufnahme macht. Fast auf Knochenniveau stellt sie, genau zwischen den Wurzeln, etwas fest. Eine Beseitigung dieses Schadens kann von ihr nicht vorgenommen werden und es besteht die Gefahr, dass sich der Zahn dabei teilt. Außerdem übernimmt die Krankenkasse diese Behandlung nicht, weshalb sie vorschlägt, den Zahn zu ziehen. Das so kurz vor unserem Start lehne ich ab, die angebotenen Schmerztabletten hingegen nicht.
Zwei Tage vor unserem Aufbruch holt Sabine die Schuhe wieder ab. Zu wenig Zeit um sie ausgiebig zu testen, doch sie meint, es fühlt sich gut an. Den Starttermin verschieben wollen wir aus mehreren Gründen nicht.
Zum einen hatten wir uns im letzten Jahr vorgenommen, die Zeit mit der großen Wärme zu meiden, weil da unsere Kondition merklich nachlässt. Zum anderen habe ich schon die Zugfahrt fest gemacht, weil es kostengünstiger ist, wenn man frühzeitig bucht. Auch die ersten drei Übernachtungen sind organisiert, was im Fall Romont trotz frühzeitiger Anfrage nicht auf Anhieb geklappt hat.
Dieser Punkt ist wieder Wasser auf die Mühlen meiner Ängste. Wie wird das weiterhin werden, wenn wir uns mit unseren mangelhaften Fremdsprachen-Kenntnissen nicht verständigen können? In Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz, konnten wir einfach anrufen, im französischsprachigen Raum kommen wir so nicht weiter. Die aufmunternden Hinweise Anderer helfen mir da auch nicht weiter. Ja, ich weiß, es gab und gibt viele Pilger, die auch ohne die Landessprache zu sprechen diesen Weg gegangen sind. Doch sind wir, bin ich tough genug, um das ebenfalls zu tun? Warum habe ich eigentlich jetzt so viele Ängste?
Anreise:
2:15 Uhr, der Wecker klingelt. Im Prinzip hätte ich ihn nicht gebraucht, denn mein innerer Weckdienst hat mich schon vor dieser Zeit aus dem Schlaf gerissen. Oder war es die Aufregung?
Egal, wir stehen auf, denn ein gutes Frühstück in Ruhe vor der langen Bahnfahrt brauchen wir einfach. Kaffee am Morgen und etwas im Magen ist uns eben wichtig. Außerdem wollen wir noch mal unsere Checkliste durchgehen, um nichts zu vergessen. Was auch gut so ist, denn was haben wir nicht eingepackt? Die Pilgerausweise! Sie liegen noch da, wo wir sie im letzten Jahr abgelegt hatten.
Phuuu, Pilgern ohne die Ausweise, wäre sicher nicht so gut gewesen.

Pünktlich um 04:15 Uhr fährt der Zug ab. Wir sehen unser Auto auf dem Parkplatz, was einer unserer Söhne gegen Abend mit dem Zweitschlüssel abholen wird. Jetzt ist es also soweit, wir werden unsere Pilgerreise fortsetzen.
Vorerst bleibt jedoch das Abenteuer Bahnfahrt, welches erstaunlicherweise lange ohne Zwischenfälle verläuft. Oder doch zu früh gefreut?
Kurz vor Frankfurt bleibt der ICE stehen. Grund Spannungsschwankungen im Stromnetz. Wir sehen unsere Anschlusszüge schon davonfahren.
Bis Basel gelingt es dem Lokführer, einiges von der Verspätung wieder aufzuholen. Dennoch bleiben uns zum Umsteigen nur fünf Minuten.
Also raus aus dem ICE, die Treppe hoch, um über die Überführung auf den anderen Bahnsteig zu kommen, die Stufen wieder runter und rein in den wartenden Zug der Schweizer Bahn. Kaum haben wir einen Sitzplatz gefunden, ruckt der Zug an. Geschafft, Fribourg wir kommen.
Was wir kaum zu hoffen wagten, wir erreichen pünktlich um 13:36 Uhr Fribourg. Also doch nicht mit dem Bus nach Froideville, wie der Plan bei großer Verspätung vorsah. Es bleibt sogar Zeit für einen kleinen Imbiss in einem Café, bevor wir den kurzen Marsch zum ersten Quartier antreten.
Sechs Kilometer, das ist ja Spaß, bei dem was wir uns vorgenommen haben. Zumal wir die Strecke im letzten Jahr schon einmal gelaufen sind und wissen wo es lang geht.
Schön ist es in Erinnerungen zu schwelgen. Noch schöner ist die Fernsicht diesmal. Wir sehen schneebedeckte Gipfel, die wir im letzten Jahr nicht erkennen konnten und die Temperaturen sind auch moderat. Da macht das Laufen Spaß!

Als wir beim Quartier ankommen ist niemand zu finden. Das Betätigen der Klingel bleibt auch ohne Erfolg, aber kein Problem, es ist ja noch zeitig am Tag. Also setzen wir uns an die Tische vor dem Haus und genießen das schöne Wetter bei moderaten Temperaturen.
Später packen wir auch das Essen aus, was wir uns mitgebracht haben und wollen, wenn dann noch niemand da ist, die Vermieterin anrufen. Bei einer weiteren Runde ums Haus finde ich sie aber bei einem Hintereingang. Als ich geklingelt hatte war sie im Haus unterwegs und hat es nicht gehört.
Jetzt können wir also die Suite beziehen, die wir zum gleichen Preis bekommen haben wie im letzten Jahr das Doppelzimmer. Das ist ein Entgegenkommen der Vermieterin, weil ihr Haus ansonsten voll belegt ist, obwohl wir davon nichts mitbekommen. Nach ihren Aussagen ist das eine Polizei-Hundestaffel, die schon seit einigen Jahren um diese Jahreszeit bei ihr eine Woche verbringt. Tagsüber sind sie unterwegs und kommen erst spät am Abend ins Haus. Zu sehen bekommen wir sie nicht, obwohl viele Zwinger, die im hinteren und seitlichen Bereich stehen, auf die Unterbringung von Hunden hindeuten.
Schon um 20:00 Uhr gehen wir zur Ruhe, sind ja auch sehr zeitig aufgestanden und wollen am Morgen zeitig starten. Das auf 07:00 Uhr angesetzte Frühstück kommt uns da sehr entgegen.

Erster Tag auf Tour:
Hmm, so gut schlafe ich zuhause meist nicht. Von 20:00 Uhr bis kurz vor 06:00 Uhr am Morgen, ohne in der Nacht auf die Toilette zu müssen. Das ist etwas, was ich im letzten Jahr schon festgestellt habe, wobei ich mir über die Ursachen noch nicht so recht im Klaren bin. Es hat allerdings den Anschein, dass meine nächtlichen Gänge in der gewohnten Umgebung ein bisschen Kopfsache sind. Egal warum, ich bin auf unseren Pilgertouren, froh über diese Tatsache, denn nicht immer ist der Weg zum Klo ein kurzer!
Um 06:00 Uhr wecke ich meine Frau und darf wie meist als erster ins Bad. Sie braucht immer noch ein Stück, um den Schlaf abzuschütteln.
Pünktlich 07:00 Uhr sind wir die ersten im Frühstücksraum und haben die Gelegenheit, das Ambiente ausgiebig in Augenschein zu nehmen. Dabei fallen uns Dinge auf, die wir im letzten Jahr nicht wahrgenommen haben.
Zum Beispiel der alte Gussheizkörper, in dessen oberer Mitte sich eine zweiflüglige Türe befindet. Öffnet man diese, sieht man einen Stapel Teller. Also ein idealer Ort, um in der kalten Jahreszeit die Speiseteller vorzuwärmen.

Überhaupt bemüht sich die Vermieterin mit vielen kleinen Details das Schlossambiente zu erhalten.
Außer drei Gästen bekommen wir niemand zu sehen. Entweder ist die Polizeitruppe schon wieder unterwegs, oder war gar nicht da in der Nacht. Egal, wir waren gut untergebracht und werden auch sehr herzlich verabschiedet.
Hier konnten wir uns noch einigermaßen in Deutsch verständigen, wird es im nächsten Quartier auch so sein? Der Anteil von Bewohnern, die auch Deutsch sprechen, wird laut Wanderführer immer geringer, je näher wir Frankreich kommen.
Meine Ängste werden nicht geringer.
Die erste Strecke durch den Wald und auf der Höhe, kennen wir ja schon, weil wir im letzten Jahr übers Ziel hinausgeschossen sind. Dann betreten wir unbekanntes Terrain.
Immer wieder muss ich stehen bleiben, um auf Sabine zu warten. Bald erkenne ich auch warum. Sie kann sich einfach nicht sattsehen an der Landschaft, den Highlights am Weg und dem unbekannten Baustil der Dörfer, durch die wir kommen.



Erneut warte ich auf sie und lache leise, als sie mich erreicht.
„Was ist?“, fragt sie verunsichert nach.
Das Geräusch nachahmend bewege ich den Kopf von rechts nach links und zurück, bevor ich dann erkläre:
„Der Scanner läuft auf Hochtouren.“
Sabine stimmt in mein Lachen ein.
„Ja, es gibt ja auch so viel zu sehen.“
„Aber das Speichern nicht vergessen“, füge ich hinzu, wohl wissend, dass man all die Eindrücke nach einigen Tagen nicht mehr abrufen, oder gar zuordnen kann.
In Posat, nach ca. 9 km sehen wir eine Bank an einem Scheunengebäude. Es ist nicht klar ersichtlich, ob es eine öffentliche Sitzgelegenheit ist, die zur nahen Bushaltestelle gehört, oder Privat. Wir entscheiden uns trotzdem hier die erste Paus einzulegen, denn wann wir die nächste Bank erreichen wissen wir ja nicht.
Die Pilgerin, die wir schon vor einiger Zeit hinter uns bemerkt haben, geht vorbei. Es bleibt bei einem kurzen Gruß, weshalb ich vermute, sie möchte lieber allein sein mit ihren Gedanken. Vermutlich hat sie auch deshalb in etwa den gleichen Abstand zwischen und gelassen.
Später kommt eine Einwohnerin vorbei, die uns in Französisch versucht etwas zu erklären. Wir entnehmen dem Ganzen, dass nicht weit von uns eine Kapelle mit einer heiligen Quelle gibt, die sich besser zur Rast eignet.
Hm, mag sein, aber wir sitzen nun schon eine Weile und laufen eh bald weiter.
Im Nachhinein zeigt sich wieder einmal, dass wir den Wanderführer mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. In ihm wird die Kapelle Notre-Dame de Posat ausführlich erwähnt.
Als wir unseren Weg fortsetzen, treffen wir auf einer schattigen Bank vor der Kapelle die Pilgerin wieder. Jetzt kommt es doch zu einem längeren Gespräch.
Wir erfahren, dass sie aus Stuttgart stammt und bis Genf laufen will. Auch sie hatte als Übernachtungsziel unsere letzte Unterkunft angepeilt, allerdings bekam sie eine Absage, wegen Vollbelegung. Daraufhin hat sie den Abstecher zur Abbaye Hauterive gemacht und in dem Kloster übernachtet. Einer der Mönche muss sich dort ihr gegenüber ein bisschen bissig gezeigt haben, weil sie kein Französisch spricht.
„Sie wissen aber schon, dass sie sich jetzt im französischsprachigen Raum der Schweiz befinden“, war wohl sein Kommentar, als sie sich mit ihm in Deutsch austauschen wollte, dass er wohl auch leidlich sprach.
Diese Information ist wieder Wasser auf die Mühlen meiner Ängste.
Die Stuttgarterin erwähnt nach einiger Zeit, dass sie pilgert, weil es für sie eine Auszeit aus dem Trubel ihres Jobs ist. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass sie gerne allein mit sich und ihren Gedanken ist.
Wir dehnen das Gespräch deshalb auch nicht aus und setzen unseren Weg fort.
In der Kirche von Autigny treffen wir auf die nächsten zwei Pilgerinnen. Sie sind auch im Rentenalter und wollen den Jakobsweg bis Genf gehen. Das Gespräch fällt nur kurz aus, weil sie weiterwollen. Unsere erste Begegnung betritt auch die Kirche, ignoriert uns aber. Das bestätigt für mich die Annahme, dass sie lieber allein mit ihren Gedanken sein möchte.
Es scheint der Tag der Begegnungen zu werden, denn nur wenige Kilometer weiter treffen wir die zwei Frauen aus der Kirche wieder und eine dritte uns bisher unbekannte Pilgerin. Sie sind im Gespräch vertieft, weshalb wir uns nicht weiter aufhalten. Bald bemerken wir aber, dass die dritte Frau nur wenig hinter uns ist, während die anderen zwei weiter Pausieren.
Sie holt uns ein und wir erfahren, dass sie auch aus dem Schwabenland stammt. Somit sind alle vier Frauen, die wir getroffen haben, aus dem gleichen Gebiet Deutschlands.
Wir laufen jetzt zu dritt weiter. Sabine ist im regen Austausch mit ihr begriffen, klagt aber immer mehr über ihre Füße. Die Schuhe machen doch Probleme, wir hoffen aber, dass es sich noch gibt.
Kurz vor Romont – unserem Etappenziel – machen wir eine ausgedehnte Pause. Über eine Stunde, was sonst gar nicht unsere Art ist. Sabines Füße tut das gut, der eigentliche Grund ist aber die angeregte Unterhaltung mit unserer Begleiterin. Als wir schließlich aufbrechen, bleibt sie noch sitzen.

Um in die Altstadt von Romont zu gelangen müssen wir steil den Berg hinaufsteigen. Es erinnert uns an unsere erste Pilgertour auf der Via Regia, denn dort schienen auch alle Altstädte auf Hügeln zu liegen, die wir hinaufsteigen mussten.
Das Flair dieses mittelalterlichen Stadtzentrums kann man bei der Kirche und dem Schloss aus dem 13. Jahrhundert gut nachempfinden. Die Blicke in die Landschaft vom Parkplatz vor dem Schloss sind bei diesem schönen Frühlingswetter auch genial.

Wir müssen aber auf der anderen Seite der Altstadt wieder den Berg hinab, um zu unserer Unterkunft zu gelangen, die sich in der Neustadt von Romont befindet.
Unser Quartier ist ein Haus direkt am Weg, aber wir sehen den Haupteingang nicht und klingeln bei den Schwiegereltern der Vermieterin. Der alte Herr, der uns dann begrüßt, scheint aber bescheid zu wissen und führt uns zum unteren Eingang des geräumigen Erdgeschosszimmers.
Die Überraschung dann, unsere Gastgeberin ist eine gebürtige Schwäbin, die hier eingeheiratet hat! Also doch eher ein Tag der Schwaben. 😊
Sabine muss aus ihren Schuhen raus und ich begebe mich auf den Weg zu einem nahen Supermarkt, um etwas fürs Abendessen zu besorgen. Es wird unser Schweizer Standartabendessen, Landjäger und ein Ring Brötchen.
Den ersten Tag unserer Pilgertour 2026 haben wir hinter uns. Mit 24,1 km liegt er im Rahmen dessen, was sich Sabine wünscht und doch scheint sich schon jetzt ein Problem mit ihren Schuhen abzuzeichnen.
