Gestern Abend begann es straff zu regnen und es hat die ganze Nacht immer wieder Schauer gegeben. Am Morgen war es noch bewölkt, aber der Regen war durch.
Abschied vom Chateau. Dieses schöne Häuschen stand bei einem der Tore des Geländes.

Danach ging es diese Allee hinab.

Der weitere Weg verläuft zu großen Teilen durch Ortschaften, in denen wir aber zum Glück auch durch Grünanlagen geleitet werden.

Bei einem Weinberg konnten wir dann zum ersten Mal die große Fontäne von Genf sehen. Ganz rechts im Bild.

Wir wähnten uns dem Ziel schon nahe, doch ein paar Schwierigkeiten muss es schon geben. Kurz nach Genthod-Bellevue war der Fußweg gesperrt. Dort gibt es eine riesige Baustelle, die sich nach allen Seiten ausbreitete. Die Beschilderung zeigte für Fußgänger nach rechts. Wir folgten ein Stück den Berg hinauf, kamen aber immer weiter in Richtung Flughafen. Das war so gar nicht unsere Richtung. Also umkehren, an der Baustelle entlang den Berg hinab zur Rte de Lausanne.
Der folgten wir ein ganzes Stück bis wir diese Straße und die Bahnlinie wieder queren konnten, um auf den ausgeschilderten Pilgerweg zu kommen. Ein Umweg von 1,5-2 km. Vielleicht hätten wir auch weiter an der viel befahren Straße entlang laufen können, wir waren aber nicht sicher, ob der Radweg durchgängig vorhanden ist.
Naja, Sabine wollte sich heute ja noch mal mit ihren Füßen geißeln. 😉
Ansonsten war diese Etappe heute wenig spektakulär.
Am Bahnhof haben wir unsere Rucksäcke in Schließfächer gesteckt und ich meinen Wanderstab obenauf gelegt. Dann ging es in die Stadt. Als wir zurück kamen, war mein Stock weg, doch wir konnten jemand finden, der sich um die Gepäcksachen kümmert und ihn mir wieder ausgehändigt hat. 😁
Jetzt sitzen wir im Zug und fahren nach Hause, weil wir uns entschlossen haben, in Genf vorerst abzubrechen. Sabines Füße lassen es einfach nicht zu, in diesen zu engen Schuhen größere Strecken mit Auf- und Abstiegen zu laufen.
Wie und ob es weitergeht werden wir zu Hause entscheiden. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, doch Sabine braucht einfach andere Schuhe. Außerdem müssen wir auch versuchen, das Gewicht unserer Rucksäcke zu reduzieren bevor wir wieder auf Tour gehen. Wann auch immer das sein wird. Es wäre auch wichtig für meine Knie.
So, und jetzt noch was zum Abenteuer Bahnfahrt. Der Zug in Zürich steht da, aber die Lock fehlt. Irgendjemand hat was vermehrt und es musste erst ein Lokführer geholt werden. Ausnahmsweise liegt es auch mal nicht an der DB. 🤣
Ob wir unseren Anschlusszug in Mannheim schaffen wissen wir daher nicht.
Eine Bahnfahrt ist eben immer auch ein Abenteuer. 😉
Zum Abschluss noch zwei Bilder.
Hier haben wir uns den letzten Stempel geholt.

Und das ist der letzte Blick auf den Genfersee vom Zug aus.

