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Tag 5, 26.04. Lausanne – Etoy, 20,2 km

Der Ruhetag hat Sabine gut getan, obwohl die Füße immer noch schmerzen. Vor allem, wenn sie in den Wanderschuhen stecken.

Aber beginnen wir von vorne. Beim Frühstück treffen wir die älteste Pilgerin, von den vieren, die wir am ersten Tag getroffen hatten. Sie erwähnte da mal, dass sie Mitte 80 ist. Sie setzte sich zu uns an den Tisch und es entstand schnell wieder ein angeregtes Gespräch. Auch sie hat sich Blasen zugezogen und kam nicht umhin, uns am Frühstückstisch ihre Füße zu präsentieren.

Am Nebentisch saß ein Ehepaar, nur wenig jünger als wir. Sie klinkten sich ins Gespräch ein und es stellte sich heraus, dass sie auch Pilger sind.

Nach dem Verlassen der Jugendherberge sahen wir sie ca. 20m vor uns laufen. Kurz darauf hielten sie an und wir kamen wieder ins Gespräch. Diesmal beim gemeinsamen Marsch.

Die Frau meinte lachend als erstes in Bezug auf die ältere Pilgerin: „Also meinen Fußpilz hätte am Frühstückstisch nicht gezeigt.“ 😆

Wir liefen dann ein Stück gemeinsam. Ich mit dem Mann, Sabine mit der Frau. Die beiden stehen noch im Arbeitsleben, haben aber ein Sabbatical genommen und wollen bis Santiago laufen. Wir hoffen, sie schaffen es.

Um sie nicht auszubremsen haben wir uns dann bei einer Pause von ihnen verabschiedet.

Das Beitragsbild ist in dieser Zeit entstanden und ist ein Rückblick über den See nach Lausanne.

Und hier noch ein Blick über den See auf die Berge:

Der Weg ist größtenteils wunderschön am See entlang und nur in den Orten ist es etwas nervig wegen der vielen Menschen, die da auf den schmalen Wegen unterwegs sind. Man ist nur  damit beschäftigt, Joggern, Radfahrern und Spaziergängern auszuweichen.

Heute zum Sonntag haben auch viele am See oder in Parkanlagen gegrillt.

Das Wetter ist auch heute fast sommerlich und die ersten ca. 15km kommen wir gut voran. Dann quälen Sabine zunehmend ihre Füße. Vor allem bei den wenigen kurzen Passagen, wo es abwärts geht. Aber auch auf Asphaltstrecken.

Kurz vor Saint-Prex haben wir kurz mit einer sehr jungen Pilgerin gesprochen, die auch bis Santiago laufen will.

Überhaupt sind zur Zeit schon viele Pilger unterwegs. U.a. auch ein Mann, der flotten Schrittes an uns vorbei gezogen ist. Der schafft bestimmt Strecken an einem Tag, wofür wir 2 Tage brauchen. Ein Paar hat uns angesprochen, das selber auch pilgert und der Mann konnte sogar Deutsch. Auch von ihnen kam der Hinweis, dass sich Sabine neue Schuhe kaufen soll, bei den Problemen.

Auf der letzten Strecke vorm Quartier wollte Sabine lieber langsam weitergehen als stehen zu bleiben, weil beim Stehen die Füße mehr schmerzten, als beim Laufen.

Die nächsten 2 Übernachtungen haben wir festgemacht und hoffen, dass Sabines Füße bis Genf durchhalten.

Abschließend noch ein paar Impressionen vom Tag:

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