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Zweiter Versuch Tag 4, 31.05. Motz – Jongieux le Haut 27,8 km

Heute war unser Start unabhängig vom Frühstück, denn es gab in dem Quartier keins. Es gab also nur Instandkaffee und eingeschweißte süße Brötchen, die wir uns am Vortag besorgt hatten. Was für ein Unterschied zum letzten Frühstück. 😆

Obwohl wir 06:00 Uhr aufgestanden sind und nicht gebummelt haben,  kamen wir erst um 08:15 Uhr auf den Weg.  Wir mussten noch die Betten abziehen, die Wäsche im weitläufigen Objekt an den Sammelpunkt bringen und die Schlüsselcard abliefern. Dabei hatten wir auch noch vergessen, die Wäsche in den bereitliegenden Sack zu packen. Also noch mal zurück und dieses hin und her hat Zeit gefressen.

Aber egal, das Wetter war super und wir frohgemut, bis es in die Wildnis ging. Der schmale Pfad führte zuerst durch übermannshohen Bewuchs, bevor viele sehr nasse Stellen kamen. Da hat sich wieder einmal gezeigt, dass frisch gewaschene Kleidung bei so einer Tour nur Momentaufnahmen sind. An so einer Stelle bin ich weggerutscht, hab mit dem anderen Fuß Halt gesucht und die Hose gleich wieder mit Schlamm eingesaut.

Danach ging es aber in trockeneres Gelände.

Später folgten wir lange Zeit der Rhône in einer Auenlandschaft.

An diesem Massiv sind wir lange Zeit entlang gelaufen, jetzt sehen wir es gar nicht mehr.

Da – man glaubt es kaum – hat Sabine die Führung übernommen und ich kam kaum noch nach. Sie wollte, weil es eben dahin ging, Zeit gut machen. Spitzengeschwindigkeit 5,29 km/h, Durchschnittsgeschwindigkeit bis zu Mittag 4,33 km/h.

Auf Wegen konnte ich auch ganz gut mithalten, allerdings war es für mich sehr ungewohnt, Sabine als Zugpferd zu haben, weil sie es sonst so gar nicht will.

Deichdamm der Rhône.

In Chanaz war dann der Spaß vorbei. Es ging vom Flussniveau weg auf höheres Gelände, über teilweise sehr steile Abschnitte, aber mit schönen Eindrücken.

Alles in allem haben wir da auf ca. 2 km etwa 200 Höhenmeter überwunden. Immer wieder unterbrochen von kurzen ebenen Abschnitten, die uns sehr gut getan haben.

Die Eindrücke wunderbar, der Schweiß, der in Strömen lief, nicht so. Meine 2,5 Liter Wasser waren aufgebraucht, aber freundliche Bewohner eines kleinen Weilers füllten die Flaschen nach.

Ein klein wenig kann man die Rhône auf diesem Bild im Tal noch sehen.
Rückblick kurz vor dem Ziel. Wie steil der Weg hier hoch war, kann man aber leider nicht einfangen.

Im Quartier dann eine Überraschung. Wir treffen einen alten Bekannten vom  Vorjahr. Stefan, mit dem wir schon zwei Tage in der Schweiz gelaufen waren. Er hatte im letzten Jahr in Genf abgebrochen und dieses Jahr dort wieder angesetzt. Er will sich morgen an uns ranhängen, obwohl wir wieder eine 28 km Tour geplant haben.

Wer unseren Weg noch besser nachvollziehen will, kann dies auf nachfolgender Internetseite tun:

https://camino-europe.eu/de/eu/fr/jakobswege/f-via-gebennensis-geneve-le-puy

Die dort vorgegebenen Etappen halten wir aber nicht ein, sondern passen sie auf uns an.

Leider klappt das Einbetten des Links über das Handy nicht so, dass ihr ihn gleich anklicken könnt. Ihr müsst ihn also entweder abschreiben oder kopieren und dann einfügen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Carry

    Hallo ihr zwei, sieht ja alles gut aus und wie es scheint klappt es auch mit den Schuhen. Das mit der Internetseite ist eine schöne Idee, ich habe mich schon gefragt wo ihr überhaupt unterwegs seid. Weiterhin viel Erfolg.

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